Investigativ

Die Weltreise einer alten Jogginghose: Eine Recherche mit verstecktem Peilsender

Doch kein zweites Leben für die ausrangierte Jogginghose: Wollen sich große Modemarken mit ihren Rücknahmeprogrammen am Ende nur „grün waschen“?

Müllsammler auf der Mülldeponie von Dandora bei der Arbeit in Nairobi, Kenia.
Müllsammler auf der Mülldeponie von Dandora bei der Arbeit in Nairobi, Kenia.James Wakibia/Imago

Was passiert eigentlich, wenn man einen Peilsender in eine neuwertige Jogginghose einnäht und das so präparierte Kleidungsstück in einer Filiale von C&A in Berlin-Mitte in eine Sammelbox wirft? Gleich neben der Kasse in den Berliner Läden der bekannten Modekette stehen nämlich grüne Container, vielleicht einen Meter hoch. Darauf steht: „Wir geben deiner Kleidung ein zweites Leben.“

Auch der schwedische Modekonzern H&M hat solche Boxen in seinen Geschäften der Hauptstadt aufgestellt. Online wirbt H&M damit, den Kreislauf zu schließen: „Let’s close the loop“. Wo wird also ein neuwertiger Kapuzenpullover landen, der Signale aus der Sammelbox bei H&M in Neukölln senden wird?

Berliner Zeitung

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