Kolumne

DDR-Kindheit: Der ungeheuerliche Vorwurf gegen einen Professor, der zum „Krippentrauma“ forscht

Menschen, die in der DDR eine Krippe besuchten, sind nicht reihenweise psychisch beschädigt. Das haben Studien einer Forschungsgruppe ergeben. Die wird nun attackiert.

Eine Erzieherin in der Kinderkrippe Köpenick liest Kindern aus einem Buch vor.
Eine Erzieherin in der Kinderkrippe Köpenick liest Kindern aus einem Buch vor.Marco Bertram/imago

Eine Studie manipulieren, damit etwas herauskommt, das dem Auftraggeber gefällt. Es gibt kaum einen schwereren Vorwurf gegen einen Forscher als diesen. Und dann wird er auch noch in einem Text erhoben, der auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung steht. Einer Einrichtung, der viele Menschen vertrauen, wenn sie nach Informationen suchen. Auch mir ging es so.

Der Vorwurf richtet sich gegen Elmar Brähler, einen Professor für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie. Brähler stammt aus Fulda in Hessen, nach der Wende hat er ein Institut an der Uni Leipzig geleitet, inzwischen ist er im Ruhestand, arbeitet aber weiter. Er leitet ein großes Forschungsprojekt mit dem Namen: „DDR-Vergangenheit und psychische Gesundheit: Risiko- und Schutzfaktoren“.

Berliner Zeitung

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