Ein Bündnis aus mehreren propalästinensischen Organisationen lädt zur Konferenz in Berlin am kommenden Wochenende ein. Seit dem Wintersemester 2025 forciere man eine berlinweite Kampagne für den akademischen Boykott israelischer Institutionen, „die an Apartheid, Besatzung und Genozid mitwirken“, heißt es auf der Website des Bündnisses.
Mitglieder der Vereinigung sind demnach mehrere „Students for Palestine“-Gruppen aus ganz Deutschland, darunter die der Freien Universität (FU) in Berlin, die schon durch Besetzungen von Hörsälen auffiel. Auch das „Palästina-Komitee“, das auch als das Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee (VPNK) bekannt ist, soll Mitorganisator sein.
„Institutionen zur Rechenschaft ziehen“
Auf der Konferenz soll „die Rolle der israelischen und deutschen Wissenschaft bei Aufrechterhaltung von Besatzung, Apartheid und der Durchführung des Völkermords“ diskutiert werden sowie Studierende, Wissenschaftler und Verwaltungsangestellte an deutschen Hochschulen instruiert werden, um „Institutionen zur Rechenschaft zu ziehen“.
Der Berliner Senat beschrieb neulich das „Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee“ (VPNK) als ein wesentliches Forum, in dem Anhänger der ursprünglich linksextremistischen palästinensischen „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP) und der islamistischen Hamas gemeinsam agierten. So werde ein großer Teil der radikalen anti-israelischen Demonstrationen in Berlin von Anhängern der PFLP durchgeführt.
Die Organisatoren werden offenbar zudem von Teilen des Neuköllner Bezirksverbands der Linkspartei unterstützt. Zumindest wird dieser als Mitglied des „Interbündnis“ auf dessen Website geführt.
