Winterstürme sind gefährlich. Derzeit zieht Sturmtief „Elli“ über Deutschland und wird am Freitag für erhebliche Einschränkungen auch in Berlin sorgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit bis zu zehn Zentimetern Neuschnee, gefrierendem Regen und Windböen von 50 bis 60 Kilometern pro Stunde. „Das wird schon eine extreme Lage“, erklärte ein DWD-Meteorologe.
In den USA kommen solche Schneestürme häufiger vor. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben daher Sicherheitstipps für Winterstürme herausgegeben. Die Richtlinien umfassen auch eine Checkliste für Auto, Haus und Vorratskammern.
- Halten Sie sich möglichst wenig im Freien auf.
- Bei kurzen Ausflügen ins Freie: Tragen Sie einen Hut und einen Schal oder eine gestrickte Maske zum Bedecken von Gesicht und Mund sowie Ärmel, die am Handgelenk eng anliegen, und Fäustlinge (die sind wärmer als Handschuhe) sowie einen wasserabweisenden Mantel und Stiefel sowie mehrere Lagen locker sitzender Kleidung (Zwiebellook).
- Doch auch zu Hause können Gefahren lauern: Wenn Sie einen Holzofen, Kamin oder Heizlüfter benutzen möchten, seien Sie äußerst vorsichtig. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers und beachten Sie die Sicherheitshinweise.
- Halten Sie mindestens eine der folgenden Wärmequellen bereit, falls der Strom ausfällt: zusätzliche Decken, Schlafsäcke und warme Wintermäntel.
- Halten Sie Wärmequellen wie Heizlüfter mindestens einen Meter von Vorhängen, Möbeln, Bettwäsche oder anderen brennbaren Materialien entfernt.
- Decken Sie Ihren Heizlüfter niemals ab. Stellen Sie Heizgeräte niemals auf Möbel oder in die Nähe von Wasser.
- Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Heizgeräts.
- Achten Sie darauf, dass das Kabel einer elektrischen Heizung keine Stolpergefahr darstellt, verlegen Sie das Kabel aber nicht unter Teppichen oder Läufern.
- Vermeiden Sie die Verwendung von Verlängerungskabeln zum Anschließen Ihrer Heizung.
- Verwenden Sie Ihr Heizgerät nicht, wenn das Stromkabel beschädigt ist oder Funken entstehen.
- Kamine, Holzöfen oder andere Verbrennungsheizungen dürfen nur dann benutzt werden, wenn sie ordnungsgemäß nach außen entlüftet sind und kein Gas aus dem Abzug in den Innenraum austritt.
- Verbrennen Sie kein Papier im Kamin.
- Kleiden Sie Babys in wärmere Kleidung wie Schlafanzüge mit Füßen, einteilige Schlafsäcke oder Schlafsäcke.
- Das Begehen von Eis ist extrem gefährlich. Viele Verletzungen im Zusammenhang mit Kälte ereignen sich durch Stürze auf vereisten Gehwegen, Treppen, Einfahrten und Terrassen.
Auch die Polizei Brandenburg warnt die Bevölkerung in Berlin und Brandenburg davor, auf zugefrorenen Seen, Flüssen und Kanälen zu laufen. „Trotz der jüngsten frostigen Nächte sollte sich niemand sicher fühlen! Der Schein kann oft trügen, besonders wenn noch Schnee auf dem Eis liegt“, erklärte Heiko Schmidt, Leiter der Wasserschutzpolizei beim Westlichen Polizeipräsidium Brandenburg, laut einer Mitteilung.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat zudem Empfehlungen für die Vorbereitung auf einen Schneesturm herausgegeben. Das Amt rät unter anderem dazu, Warn-Apps wie Nina oder KatWarn zu nutzen.
Der Deutsche Wetterdienst verfügt über eine eigene App, die WarnWetter-App (auch in englischer Sprache verfügbar). Auch damit können aktuelle Informationen zur Wetterlage abgerufen werden.
- Notruf der Polizei: 110
- Notruf bei Unfällen in akuten und lebensbedrohlichen Notfallsituationen und bei schweren Verletzungen, Schockzuständen etc.: 112
- Bei nicht lebensbedrohlichen Verletzungen kann der ärztliche Notdienst kontaktiert werden: 116117
