Mobilität

Berliner Senat will höhere Fahrpreise: Wann Uber & Co. teurer werden sollen

Mindesttarife sollen das Taxigewerbe in Berlin schützen. Nun gibt die Verwaltung den neuen Zeitplan bekannt. Es dauert viel zu lange, kritisiert die Linke.

Unterwegs zum nächsten Fahrauftrag. Ein Fahrzeug, das für den amerikanischen Fahrdienstvermittler Uber unterwegs ist, fährt durch Berlin.
Unterwegs zum nächsten Fahrauftrag. Ein Fahrzeug, das für den amerikanischen Fahrdienstvermittler Uber unterwegs ist, fährt durch Berlin.Jürgen Ritter/imago

Uber, Bolt, Freenow, Bliq: Wer bei diesen Vermittlern per App Fahrten bucht, kann im Vergleich zum Taxi Geld sparen. Doch die Preise könnten deutlich steigen. Der Senat hält an seinem Plan fest, für diese Fahrten Mindesttarife festzulegen. Jetzt hat die Verwaltung von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) den aktuellen Zeitplan für ihr Vorhaben vorgestellt, der diesen Bereich der Mobilität in Berlin verteuern soll. 

Mietwagen mit Fahrer: So heißen die Autos, die für die Fahrdienstvermittler unterwegs sind, in der Juristensprache. Sie haben auch in Berlin ihren Marktanteil ausgebaut, was vor allem daran liegt, dass die Fahrpreise um bis zu 40 Prozent unter den Taxitarifen liegen. Zwar ist ihre Zahl zuletzt gesunken – von 4498 im Januar auf 3969 im Juni 2024. Doch die Taxibranche spricht weiterhin von „Dumpingpreisen“, mit denen die Subunternehmen angesichts hoher Provisionen nur bestehen könnten, wenn sie Steuern hinterziehen und Sozialversicherungsbeiträge schuldig bleiben. Taxis seien schlechter ausgelastet, Fahrdienste deutlich effizienter unterwegs, kontert die Mietwagenbranche.

Berliner Zeitung

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