Prozess am Landgericht

Berlin: Kind in Katzenbox aus Fenster geworfen – Mutter schweigt vor Gericht

Ein unfassbarer Fall: Eine Mutter soll in Berlin-Treptow versucht haben, ihre Tochter zu töten. Vor dem Landgericht Berlin schweigt die 41-Jährige, die psychisch krank sein soll.

Nikola K. soll ihre kleine Tochter im Juni dieses Jahres in eine Katzenbox gesperrt und aus dem Fenster geworfen haben.
Nikola K. soll ihre kleine Tochter im Juni dieses Jahres in eine Katzenbox gesperrt und aus dem Fenster geworfen haben.Pressefoto Wagner

Der Notruf ging um 12.59 Uhr bei der Feuerwehr ein. „Wo ist der Unfallort?“, will der Beamte in der Leitstelle wissen. „Ganz schnell. Ortolfstraße. Hier hat gerade eine Frau ein Kind aus dem Fenster geschmissen“, erklärt der Mann, der die 112 gewählt hat, in aufgeregtem Tonfall. „Ist das Kind bei Bewusstsein?“, fragt der Beamte nach. Es schreie und blute aus dem Mund, antwortet der Anrufer. „Was sind das für kaputte Menschen?“, fragt er den Mann in der Leitstelle.

Es ist sehr still im Saal 537 des Berliner Landgerichts, als der am 10. Juni dieses Jahres bei der Berliner Feuerwehr eingegangene Notruf zu Prozessbeginn an diesem Montag verlesen wird. Auch Nikola K. hört aufmerksam zu. Die kleine zierliche Frau sitzt hinter einer Holzbalustrade, dort, wo die Angeklagten sitzen.

Berliner Zeitung

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