Interview mit Mobilitätsforscher

„Wir können uns von einer Million Autos befreien“: So soll Berlin mobiler werden

Andreas Knie spricht Klartext zum Berliner Verkehr. Im Interview erklärt er, warum die U8 nicht das Tor zur Hölle ist, Poller nötig sein können und manches Lamento zum BER „Schwachsinn“ ist.

Dichter Verkehr auf der neuen Autobahn zwischen Neukölln und Treptow. Andreas Knie fordert, den 3,2 Kilometer langen 16. Bauabschnitt wieder für Autos zu sperren.
Dichter Verkehr auf der neuen Autobahn zwischen Neukölln und Treptow. Andreas Knie fordert, den 3,2 Kilometer langen 16. Bauabschnitt wieder für Autos zu sperren.John MacDougall/AFP

Die Fahrt zu Andreas Knie ist der Horror. Auf der Straßenbahnlinie M10 fallen mal wieder Fahrten aus. Die Bahn, die endlich kommt, ist voll. Sie schleicht dahin, als hätte der Fahrer Angst vor Autos. Der S-Bahn-Anschluss funktioniert, aber der Bus zur Neuen Nationalgalerie lässt auf sich warten. Mehrmals zeigt das Display an der Haltestelle den M48er an, mehrmals verschwindet die orangerote Schrift wieder. Also laufen. Mit zehn Minuten Verspätung ist das Wissenschaftszentrum am Reichpietschufer erreicht. In dem Haus mit der bonbonfarbigen Fassade ist der Mobilitätsforscher Knie seit 1987 tätig.

Berliner Zeitung

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