Alltagsszene

Selbstgespräche auf dem Weg zur Arbeit: Warum sie mir nicht mehr peinlich sind

Unsere Autorin geriet in ihrem Berliner Alltag schon öfter in verwirrende Situationen. Aber sie zieht auch einen Nutzen aus der Technik, die das verursacht.

Telefonieren auf dem Fahrrad, mit Kopfhörern.
Telefonieren auf dem Fahrrad, mit Kopfhörern.Karsten Thielker/imago

„Hallo Mama“, sagte die junge Frau, die mich in der Brückenstraße in Mitte auf dem Fahrrad überholte, ich war gerade auf dem Weg zur Arbeit. „Hallo“, rief ich freudig überrascht, nur um mich zwei Sekunden später zu korrigieren. Das war doch gar nicht meine Tochter, konnte es unmöglich sein, denn sie befindet sich derzeit Tausende Kilometer weit weg, in Asien. Es war eine junge Frau, die gerade ihre eigene Mutter angerufen hat. Mit dem Handy, drahtlos, die Stöpsel im Ohr: „Hallo Mama.“

Berliner Zeitung

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