Klassik

Das Werk eines Schwarzen: Das DSO spielt Dawsons „Negro Folk Symphony“

Ikonische Stücke der amerikanischen Musik zeugen von Identität mit ihren zerrissenen Verbindungen. Rhythmische Verschachtelungen ohne Exotismus. Die Konzertkritik.

Dalia Stasevska am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters
Dalia Stasevska am Pult des Deutschen Symphonie-OrchestersMarlene Pfau

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin rückt in dieser Saison afrodiasporische Komponistinnen und Komponisten in den Fokus. Am Sonntag spielte das Orchester eines der ikonischsten Stücke der amerikanischen Musik: die „Negro Folk Symphony“ von William L. Dawson von 1932. Kein Geringerer als Leopold Stokowski dirigierte die vermutliche Uraufführung in Philadelphia vor einem Publikum, das begeistert zwischen den Sätzen applaudierte. Stokowski drang dabei auf einen anderen Werktitel als „Symphonie No. 1“ – aber die Betonung der Identität durch den neuen Titel war durchaus im Sinne des Komponisten, der wollte, dass sein Werk als das eines Schwarzen verstanden werde.

Berliner Zeitung

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