Europäischer Erzähler

András Viskys Roman „Die Aussiedlung“: Eine Euphorie des Lebens im Extremen

In dem überraschend poetischen Roman „Die Aussiedlung“ erzählt András Visky von Deportierten in der rumänischen Steppe. Das Buch besteht aus 822 Sätzen. Die Kritik.

András Viskys
András ViskysGábor Kiss/Suhrkamp Verlag

Am Anfang gleich eine zauberische Szene. Das Dienstmädchen Márika ist ohne weitere Erklärungen nicht bereit, die Familie des Pastors, in der sie nach der Geburt eines weiteren Kindes ausgeholfen hat, wieder zu verlassen und an die alte Arbeitsstelle zurückzukehren. Der Pastor gibt nach, nachdem sie ihm im „Bibelpoker“ ebenbürtig war – dem spontanen, gelegentlich sinnfreien Zitieren von Bibelstellen, mit dem sich der sympathische Geistliche aus Verlegenheiten hilft.

Berliner Zeitung

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