Essay

Kritik am Lockdown: „Wir brauchen Solidarität, nicht Verbote“

Wer die Corona-Schutzmaßnahmen infrage stellt, landet schnell in der Isolation. Warum bleiben kluge Kritiker still – und überlassen Irren und der AfD das Feld?

Etwa 15.000 Mitarbeiter und Vertreter der Kultur- und Veranstaltungsbranche protestierten am 9. September 2020 in Berlin für finanzielle Unterstützung und Soforthilfen wegen der Corona-Schutzmaßnahmen.
Etwa 15.000 Mitarbeiter und Vertreter der Kultur- und Veranstaltungsbranche protestierten am 9. September 2020 in Berlin für finanzielle Unterstützung und Soforthilfen wegen der Corona-Schutzmaßnahmen.imago images/Müller-Stauffenberg

Bochum-Seit Beginn des als „Lockdown Light“ oder „Wellenbrecher-Lockdown“ bekannt gewordenen Maßnahmenpakets zur Eindämmung des Coronavirus Anfang November werden auf breiter Basis kritische Stimmen laut, die die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen hinterfragen. Endlich scheint ein ausgewogener Diskurs über das Thema zumindest möglich. Befeuert wird er vor allem von Kulturschaffenden – Theater- oder Museumsleitern, die nicht verstehen, warum ausgerechnet ihre Häuser geschlossen werden, in denen es dank guter Konzepte und besonderer räumlicher Situationen kaum oder kein nachgewiesenes Infektionsgeschehen gab.

Berliner Zeitung

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