Nachdem der französische Kritiker Jean Douchet Roger Vadims Film „Und immer lockt das Weib“ gesehen hatte, schrieb er: „Ein wilder, animalischer, freier Körper explodiert auf der Leinwand.“ Es war das Jahr 1956 und der Film, in dem Brigitte Bardot neben Curd Jürgens die Hauptrolle spielte, experimentierte mit den Grenzen der Darstellbarkeit von Sexualität. Sie tanzte barfuß, trug das Haar wild, aber es war vor allem ihre Art, sich zu bewegen, die das Publikum spaltete. Die katholische Kirche verurteilte den Film, aber auch im Publikum und unter den Kritikern gab es manche, die das, was da zu sehen war, als Untergrabung der guten Sitten empfanden. Andere hielten es für eine Revolution. Und Brigitte Bardot führte sie an. Jüngere werden sich ihre Bedeutung schwer vorstellen können.

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