Kommentar

Der Tod der Postkarte: Bei der Deutschen Post funktioniert nur die Portoerhöhung

Nicht die Postkarte ist unsexy geworden – die Verhältnisse sind es. Zwischen teurem Porto und kaputtgesparter Infrastruktur verschwindet ein einst alltägliches Kulturobjekt. Ein Gastkommentar.

Postkarten
PostkartenNick Fewings/unsplash

Die Postkarte stirbt! Und ich war dabei. Auch wenn die Leute von der Zeit das natürlich anders und viel optimistischer sehen. Klar, so eine Postkarte kann sogar „sexy“ sein. Sie mag als „Bonustrack des Miteinanders“ gelten, als „cool, subversiv, irreführend“. Sie ist unter Umständen sogar eine „Kunstform“. Aber deren Zeit hat leider nicht „gerade erst begonnen“, sondern die Postkarte stirbt aus. Das liegt nicht an ihr, sondern an den Verhältnissen. „Die sind nicht so“, wusste schon Bertolt Brecht in der „Dreigroschenoper“. Hierfür eine zumindest anekdotische Evidenz:

Berliner Zeitung

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