Fontanes Frage ist nach wie vor aktuell: Warum sei Heinrich „so wenig populär“ geworden? Dieser „kluge, geistvolle Prinz“, dieser „Feldherr“ ohne Furcht und Tadel, dieses „von den nobelsten Empfindungen inspirierte Menschenherz“! Wenn Fontane in seinen „Wanderungen“ über den kleinen Bruder des großen Königs urteilte, geriet seine spitze Feder ins Tanzen. Die demonstrative Schwärmerei ist vor allem pädagogisch motiviert: Gehe man in eine Dorfschule, werde „jedes Tagelöhnerkind“ die preußischen Generäle Zieten, Seydlitz und Schwerin kennen, „aber der Herr Lehrer selbst wird nur stotternd zu sagen wissen, wer denn eigentlich Prinz Heinrich gewesen sei“.

Mit einem Abo weiterlesen
- Zugriff auf alle B+ Inhalte
- Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
- Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein B-Plus? Melden Sie sich an
Doch lieber Print? Hier geht's zum Abo Shop
