Geschichte

Der Schattenprinz: Vor 300 Jahren wurde Heinrich von Preußen geboren

Schon Theodor Fontane versuchte, Heinrich aus dem Schatten seines berühmten Bruders Friedrichs des Großen zu holen. Nun wird in Rheinsberg an den talentierten Prinzen erinnert.

Prinz Heinrich von Preußen (1726–1802), ein Erinnerungsbild des Gefechts bei Freiberg in <a href="https://nat.museum-digital.de/objects?ort_id=210">Sachsen</a> vom 29. <a href="https://nat.museum-digital.de/objects?tag_id=37153">Oktober</a> 1762, gemalt von Johann Heinrich Tischbein dem Älteren
Prinz Heinrich von Preußen (1726–1802), ein Erinnerungsbild des Gefechts bei Freiberg in Sachsen vom 29. Oktober 1762, gemalt von Johann Heinrich Tischbein dem ÄlterenGemäldegalerie Berlin

Fontanes Frage ist nach wie vor aktuell: Warum sei Heinrich „so wenig populär“ geworden? Dieser „kluge, geistvolle Prinz“, dieser „Feldherr“ ohne Furcht und Tadel, dieses „von den nobelsten Empfindungen inspirierte Menschenherz“! Wenn Fontane in seinen „Wanderungen“ über den kleinen Bruder des großen Königs urteilte, geriet seine spitze Feder ins Tanzen. Die demonstrative Schwärmerei ist vor allem pädagogisch motiviert: Gehe man in eine Dorfschule, werde „jedes Tagelöhnerkind“ die preußischen Generäle Zieten, Seydlitz und Schwerin kennen, „aber der Herr Lehrer selbst wird nur stotternd zu sagen wissen, wer denn eigentlich Prinz Heinrich gewesen sei“.

Berliner Zeitung

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