Diskriminierende Begriffe

Zwinger-Direktorin zu Cancel Culture: „Die Wahrheit ist etwas komplizierter“

Es gebe kein Tilgen und kein Canceln, sagt Marion Ackermann. Einige Titel seien nun mit Asterisken versehen - so etwa **** statt Mohr.

Die Skulptur  des „Mohren mit Smaragdstufe“ steht im Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. In der Datenbank hat er künftig auch den Titel „**** mit Smaragdstufe“.
Die Skulptur des „Mohren mit Smaragdstufe“ steht im Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. In der Datenbank hat er künftig auch den Titel „**** mit Smaragdstufe“.dpa/Sebastian Kahnert

Seit Anfang 2020 werden in der Daphne-Datenbank der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) Titel von Werken der verschiedenen Sammlungen auf rassistische oder anderweitig diskriminierende Begriffe hin überprüft. Die AfD hat im sächsischen Landtag eine Anfrage gestellt, wie viele Kunstwerke denn daraufhin umbenannt worden seien. Greift die Cancel Culture jetzt auch in Dresden? So einfach ist es nicht, erklärt die Leiterin der SKD  Marion Ackermann in einem Telefongespräch. 

Berliner Zeitung

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