Nachtkritik

Barock-Wochenende der Berliner Philharmoniker eröffnet

Mit einem Triumph für William Christie und Georg Friedrich Händel haben die diesjährigen Barocktage der Berliner Philharmoniker begonnen.

Jubel für William Christie und sein Ensemble beim Barock-Wochenende in der Berliner Philharmonie.
Jubel für William Christie und sein Ensemble beim Barock-Wochenende in der Berliner Philharmonie.Berliner Zeitung

Zur Eröffnung des diesjährigen Barock-Wochenendes in der Philharmonie lieferten Les Arts Florissants, am Cembalo geleitet von William Christie, eine Händel-Performance der Extraklasse. Zwei Triosonaten und ein Duett lieferten das Aufwärmprogramm für eine semi-szenische Aufführung seiner Kantate Aminta e Fillide. Ana Vieira Leite, Sopran, und Shakèd Bar, Mezzosopran, führten ein Drama mit Weltklasse-Leistungen auf. Perfektion und Drive wie in einem Hybrid aus Berghain und Zisterzienser-Gesängen - nuanciert und emotional, leidenschaftlich begleitet von einem Ensemble von seltener Hingabe und Qualität. Das Publikum war kompetent und hochkonzentriert, am Ende gab es frenetischen Applaus.

Das Barock-Wochenende wird am Samstag fortgesetzt. Das Programm: Um 18.30 Uhr ist der Countertenor Philippe Jaroussky mit dem Ensemble Artaserse zu hören. Um 22 Uhr folgt Jodi Savall mit Hespèrion XXI. Am Sonntag um 15.30 Uhr folgt der der Lautenist Michele Pasotti mit La Fonte Musica. Am Abend um 19 Uhr sind Maxim Emelyanychev und sein Ensemble Il pomo d’oro zu hören.

Am Donnerstag folgt das mit Spannung erwartete Debüt von Jordi Savall als Dirigent der Berliner Philharmoniker.