Zahl der Waldbrände steigt in Brandenburg seit Saisonbeginn

Einsatzfahrzeuge fahren bei einem Waldbrand zum Brandort.
Einsatzfahrzeuge fahren bei einem Waldbrand zum Brandort. Philipp Schulze/dpa/Symbolbild

Potsdam-In Brandenburg hat sich die Zahl der Waldbrände seit Saisonstart auf 167 erhöht, betroffen ist eine Fläche von insgesamt rund 30 Hektar. Das teilte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Samstag mit. Er berichtete von zwei Bränden in der Gemeinde Heidesee (Dahme-Spreewald) am späten Freitagnachmittag. Das Feuer loderte demnach auf einer Fläche von 2600 Quadratmetern und auf 500 Quadratmeter. Bei Drebkau (Spree-Neiße) brannten am Freitag 1600 Quadratmeter Waldboden. Auch im Norden musste die Feuerwehr an diesem Tag zu einem Brand ausrücken. Bei Kampehl im Kreis Ostprignitz-Ruppin griff der Brand eines Bauwagens auf Waldboden über und breitete sich auf einer Fläche von 100 Quadratmeter aus.

„Die Waldbrandgefahr bleibt landesweit weiter hoch“, betonte Engel. Er rechnete wegen der hohen Temperaturen und weil wenig Regen fällt für Sonntag und Montag mit einer weiter steigenden Gefahr. Nach Angaben des Umweltministeriums galt am Samstag im nördlichen Landkreis Ostprignitz-Ruppin die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5, in acht Kreisen die zweithöchste Stufe 4 und in fünf Landkreisen Gefahrenstufe 3. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte für diesen Sonntag die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe in fast allen Landkreisen. Die Stufen werden unter anderem anhand von Niederschlag, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Temperatur berechnet. Zwei Waldbrandzentralen überwachen das Geschehen ab Gefahrenstufe 3. Neben Zossen im Süden gibt es den Standort Eberswalde (Barnim).

Die Waldbrandsaison hat nach Angaben des Waldbrandbeauftragten 214 Tage. Davon gelte durchschnittlich an 10 bis 20 Tagen die höchste Gefahrenstufe 5.