Israelische Studie: Paxlovid hat bei Jüngeren „keinen Nutzen“ 

Forschern zufolge ist das Medikament von Pfizer bei unter 65-jährigen Corona-Patienten nutzlos.

Paxlovid-Tabletten.
Paxlovid-Tabletten.AP/Stephanie Nano

Eine israelische Studie legt nahe, dass das Corona-Medikament des Pharmakonzerns Pfizer, Paxlovid, nur einen sehr geringen oder gar keinen Nutzen bei jüngeren Erwachsenen hat. Gleichzeitig kann die Pille offenbar das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei älteren Menschen reduzieren. 

Die Studie wurde unter 109.000 Corona-Patienten durchgeführt und zeigt offenbar, dass Paxlovid die Krankenhauseinweisungen bei Menschen ab 65 Jahren um etwa 75 Prozent reduzierte, wenn es kurz nach der Infektion verabreicht wurde. Bei jüngeren Erwachsenen wurde laut den Forschern „kein Nutzen“ gefunden.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der das Medikament eigenen Angaben zufolge selbst eingenommen hat, will laut einem RND-Bericht derweil versuchen, die Verschreibungszahlen von Paxlovid in Deutschland zu erhöhen. Hierzulande wurde das Medikament erst rund 30.000 mal verschrieben.